Wie blumatix und die FH Salzburg erforschen, wie KI-gestützte Rechnungsverarbeitung verlässlicher, kontrollierbarer und selbstlernend wird.

Rechnungsverarbeitung steht vor der nächsten Evolutionsstufe

Die Digitalisierung des Rechnungswesens verändert sich grundlegend. Strukturierte Formate wie XRechnung und ZUGFeRD gewinnen an Bedeutung, gleichzeitig erhöhen Initiativen wie ViDA die Anforderungen an Datenqualität, Validierung und Automatisierung.

Parallel dazu entwickeln sich Large Language Models (LLMs) und moderne KI-Verfahren rasant weiter. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch nicht nur in der Leistungsfähigkeit der Modelle, sondern in ihrer kontrollierten und verlässlichen Nutzung innerhalb produktiver Unternehmensprozesse.

Genau hier setzt die Kooperation zwischen blumatix und der FH Salzburg an.

Leistungsfähige KI allein reicht nicht aus. Entscheidend ist kontrollierbare und verlässliche Verarbeitung.

Warum LLMs im Rechnungswesen besondere Anforderungen erfüllen müssen

LLMs können Inhalte analysieren, Zusammenhänge erkennen und Informationen extrahieren. Im Rechnungswesen gelten jedoch andere Anforderungen als in klassischen KI-Anwendungsfällen.

Beträge, Steuerinformationen und Pflichtfelder müssen konsistent und korrekt verarbeitet werden. Fehler sind nicht nur technisch problematisch, sondern unmittelbar geschäftsrelevant.

Je leistungsfähiger KI-Modelle werden, desto wichtiger werden deshalb Mechanismen zur Bewertung, Validierung und Kontrolle der Ergebnisse.

Worauf es bei KI im Rechnungsprozess ankommt

Der Zuverlässigkeits-Score für LLMs

Die Forschung der FH Salzburg untersucht, wie sich die Zuverlässigkeit von LLM-basierten Extraktionen wissenschaftlich bewerten lässt. Dafür werden Ergebnisse mehrerer Modellvarianten miteinander verglichen und statistisch ausgewertet.

Auf Basis dieser Bewertungen entstehen Konfidenzintervalle und Zuverlässigkeits-Scores. Sie zeigen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein extrahierter Wert korrekt ist.

Dadurch kann ein definierter Schwellenwert festlegen, ob ein Dokument automatisiert verarbeitet werden kann oder eine manuelle Kontrolle erforderlich bleibt. So lassen sich korrekte Dokumente effizient automatisieren, während sensible Grenzfälle weiterhin kontrolliert überprüft werden.

Stabilität

Robustere Extraktion trotz variierender Layouts und Dokumentenstrukturen.

Sicherheit

Weniger Fehler bei Beträgen, Summen und Steuerinformationen.

Kontrolle

Unsichere Ergebnisse bleiben nachvollziehbar prüfbar.

Skalierung

Hohe internationale Dokumentenvolumen können stabil verarbeitet werden.

RAG und Self-Learning: Wenn KI Kontext versteht

Ein LLM kann Informationen aus einem Dokument lesen. Ob diese Informationen fachlich sinnvoll oder vollständig sind, entscheidet jedoch häufig erst der Kontext.

RAG – Retrieval-Augmented Generation – ergänzt KI-Modelle deshalb um zusätzliche Wissensquellen. Dazu gehören beispielsweise historische Rechnungsdaten, Lieferanteninformationen, Steuersätze oder typische Buchungslogiken.

In Kombination mit Human-in-the-Loop-Prozessen entsteht ein kontrollierter Lernkreislauf: Die KI verarbeitet Dokumente, Menschen korrigieren bei Bedarf und die gewonnenen Erkenntnisse fließen strukturiert in die weitere Verarbeitung ein.

Mit multimodalen Modellen, Learn API und RAG-Komponenten besitzt bluDELTA bereits heute eine Architektur, die kontinuierliche Verbesserung produktiv nutzbar macht.

Selbstlernende Systeme benötigen kontrollierte Rückkopplung statt unkontrollierter Automatisierung.

Warum diese Forschung für E-Rechnung und ViDA relevant wird

Mit EN 16931, XRechnung, ZUGFeRD und ViDA steigen die Anforderungen an Rechnungsdaten europaweit deutlich an. Echtzeit- oder Near-Real-Time-Meldungen erhöhen zusätzlich den Druck auf Datenqualität und Prozessstabilität.

Gerade internationale Rechnungsprozesse benötigen deshalb Systeme, die auch bei hoher Variantenvielfalt verlässliche und konsistente Ergebnisse liefern.

Die Forschungskooperation zwischen blumatix und der FH Salzburg liefert wichtige Erkenntnisse dafür, wie KI-Systeme künftig kontrollierter, robuster und produktionsfähiger eingesetzt werden können.

Praxis und Forschung gemeinsam weiterdenken

blumatix bringt Erfahrung aus Millionen verarbeiteten Dokumenten und produktiven KI-Systemen in die Zusammenarbeit ein. Die FH Salzburg ergänzt diese Praxis um wissenschaftliche Forschung und methodische Weiterentwicklung.

Dadurch entstehen Lösungen, die nicht nur im Labor funktionieren, sondern direkt in reale Unternehmensprozesse integriert werden können.

KI-Rechnungsverarbeitung kontrolliert weiterentwickeln

Wenn Sie prüfen möchten, wie KI-gestützte Extraktion, Validierung und Self-Learning Ihre Rechnungsverarbeitung verbessern können, unterstützen wir Sie gerne. Sie können einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren oder BLU DELTA direkt in einer kostenlosen Live-Demo testen.

Porträt Martin Loiperdinger

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